Abgebrochen: Black Mirror 1 – Der dunkle Spiegel der Seele

Black Mirror – ein uraltes Schloss mitten in England. Die Familiengeschichte reicht 750 Jahre zurück und ist voller dunkler Geheimnisse. Das jüngste dieser Geheimnisse ist der Tod von William Gordon. War es Selbstmord? Offenbar hat sich William aus dem Fenster seines Turmzimmers gestürzt – auf die Zacken des Schlosszaunes. Sein Enkel Samuel, der seit zwölf Jahren das Schloss und seine Umgebung gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser, sieht sich veranlasst, nun doch zurückzukehren. Er glaubt als Einziger nicht an einen unglücklichen Zufall, sondern will der Sache auf den Grund gehen. Doch damit sticht er in ein Nest aus Mord, Intrigen und dunklen Geheimnissen – und findet langsam heraus, dass sich am Ende doch alles um ihn als Erben der Gordons dreht…

Black Mirror ist ein Spiel, das dem Spieler alle Zeit der Welt lässt. Es gibt keine Zeitlimits und keine hektischen Action-Sequenzen. Alles, was der Spieler braucht, ist sein Verstand. Die Steuerung ist denkbar einfach. Mit der rechten und der linken Maustaste untersucht man so genannte „Hot Spots auf dem Bildschirm: Das sind Gegenstände, mit denen der Spieler etwas machen kann oder von denen er sich Informationen holen kann. Der Spieler sammelt viele Gegenstände ein, die er kombinieren oder an anderer Stelle einsetzen muss, um seine Ziele zu erreichen. Außerdem muss er viele Gespräche mit den Charakteren des Spiels führen, um an die Informationen zu kommen, die er braucht. Spielziel ist es, das dunkle Geheimnis von Black Mirror zu lösen. Selbst geübte Spieler werden dafür rund 30 Stunden brauchen.

*Black Mirror* war ein Schlüsselspiel für mich als es rauskam und einer der Gründe, warum in dem Adventure – Genre über Jahre hinweg treu geblieben bin.
Um so enttäuschender fiel die Rückkehr nach Black Mirror aus:

1.) Das Spiel ist extrem linear, sodass selbst offensichtliche Dinge nicht untersucht werden können. Man rennt z.B. öfters an einer Art Graffito an einer Wand entlang, kann es aber erst untersuchen, wenn man vorher etwas anderes getan hat. Oder es wird einem gesagt, man könne Fotos im Dorf entwickeln lassen – nur darf man das Dorf noch nicht betreten, solange man andere Gespräche nicht geführt hat.

2.) Im ersten Kapitel hatte ich oft keine Ahnung, was ich überhaupt tun sollte, bzw. was mein Ziel war. Die Folge: ich rannte planlos im Schloss rum, um alles Mögliche zu untersuchen und nachzusehen, ob ich noch irgendein Gespräch führen könnte.

3.) Soweit ich mich erinnere, gab es im ersten Kapitel einen Bug; und zwar, dass Gegenstände im Turm nicht wie wie vorgesehen kombinierbar waren, sodass ich den Abschnitt noch einmal spielen musste.

4.) Wenn man eine gewisse Zeit gespielt hat und dann der Charakter stirbt, ist dies sehr frustrierend. Mir ging es so, dass ich für ein Schieberätsel über zwei Stunden brauchte und dann war alles weg. Dass es bestraft wird, funkensprühende Kabel anzufassen, ist in Ordnung, allerdings sollte das Spiel dann vorher automatisch zwischengespeichert werden.

5.) Der endgültige Abbruchgrund war für mich, als ich im Tunnel Ende des zweiten Kapitels nichts mehr untersuchen konnte, die Komplettlösung konsultierte, das Programm aber auf die entsprechenden Kombination (Metallstange + Fass) nicht reagierte.

Fazit:
Das Spiel war für mich ein einziger Frust, weswegen ich drei Monate bis zu Kapitel 2 brauchte. Ich hatte einfach keine Lust, dieses Spiel weiterzuspielen, obwohl ein Savegame (welches mich mit Mittel Kapitel 3 arg weit in der Geschichte versetzte hätte) vorhanden gewesen wäre.

Bewertet wurde die Special Edition von Gamesload.

-Spoiler-

Ich wollte eigentlich für jedes Kapitel eine extra Bewertung schreiben, dieses ist aber jetzt nur für Kapitel 1 der Fall.

Leider hat Fraps mal wieder versagt – ich vermute, 50 GB freier Speicher sind dem Programm zu wenig (evt. geht es nach freien Prozentanteil auf der HD?)
Das Meta-Ziel war klar: In den Turm gelangen.
Zeitweise hatte ich dabei böse Hänger, weil ich nicht mehr wusste, was zu tun war. So wurde mir gesagt, Fotos könne ich in Willow Creek entwickeln lassen, allerdings kam ich nicht ins Dorf, weil ich einen Gegenstand in einem Buch nicht gefunden hatte, woraufhin ich auf die Pfandleihe verwiesen wurde. Oder ich lief an einem nicht zu übersehenden Graffito vorbei, konnte dies aber erst auslösen, als der Butler es mir zeigte. Diese Hänger führten dazu, dass ich oft im Schloss umherlief, um zu sehen, ob sich noch irgendetwas bereden oder anklicken ließ – Hotspotanzeige hat das Spiel leider keine, was es nicht einfacher macht.
Sehr negativ fiele auch das Planetenrätsel auf, denn in der Bibliothek gab es keinen Hinweis auf die Reihenfolge der Planeten.


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