Memento Mori: Die Spur des Todesengels

Über Nacht wird in der altehrwürdigen Eremitage in St. Petersburg ein wertvolles Kunstwerk gegen eine hervorragende Kopie ausgetauscht. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen gewöhnlichen Kunstraub – doch dahinter steckt mehr! Die Polizistin Lara Swetlowa und Max Durand, ein ehemaliger Kunstfälscher, werden mit dem Fall betraut. Dabei stoßen die beiden auf die finsteren Machenschaften eines Geheimbundes. Um vom Engel des Todes mit dem ewigen Leben belohnt zu werden, zerstört die dunkle Bruderschaft alle Gemälde mit dem Bildnis des Engels. Dabei erscheint jedes Mittel recht sogar Mord!

– Spoiler-

Das Spiel hat Logiklöcher, durch welche die Titanic problemlos verschwinden könnte. Beispiel: Bei Interpol gibt es kein Internet, um Informationen zu ermitteln; eine Interpol-Beamtin stakst in eine Blutlache, hofft, sie hätte keine Spuren am Tatort hinterlassen und patscht voll auf die Türklinke. Oder eine geheime Botschaft auf einem Spiegel wird nicht weggewischt, damit jeder die Chance hat, sie zu lesen.

Zudem frage ich mich, für wie blöd die Autoren den Spieler halten. So soll man ermitteln, was es mit der *Büchse der Pandora* auf sich hat. Anstatt den Spieler nachdenken zu lassen, wo er die Infos bekommen könnte, wird ihm dies von Lara gesagt. Selbiges bei Max, der vorschlägt, ein Tintenfass zu benutzen, um einen Brief zu schreiben. Warum nimmt man dem Spieler dies ab?

Rätsel gab es gefühlt erst gegen Ende, aber da ich zwei Wochen ausgesetzt habe, war ich vielleicht auch nur aus dem Spiel draußen.

Es gab drei Bugs, einmal, wenn man sich sein Foto ansieht und ein weiteres Mal ist ein Weiterspielen nicht mehr möglich, wenn man Drähte falsch verbindet. Zum Glück wird zu Beginn der Akte automatisch zwischengespeichert.

Die Geschichte ist recht spannend erzählt, auch wenn man recht schnell darauf kommt, dass mit Andre etwas nicht stimmen kann – die Auflösung ist jedoch überraschend und ich werde noch einmal gezielt nach bestimmten Dialogen suchen. (Allerdings ist, wenn man genau aufpasst, schon vor der endgültigen Auflösung so ziemlich alles klar.)

Die Sprecher sind durchweg gut, nur der Erzähler der Geschichte wirkt wie eine Parodie.

Die Spielzeit liegt zwischen 6-8 Stunden.

Fazit:

Memento Mori – die Enden

Das Spiel ist wie ein interaktiver Spielfilm, der mit gewaltigen Logiklöchern aufwartet. Das Spiel kostet 12 Euro (14 in der Adventure Collection) und für mehr werde ich den Nachfolger auch nicht kaufen.

Plattform: Windows XP / Vista / 2000
USK-Einstufung: USK ab 12 freigegeben
Medium: Computerspiel
Artikelanzahl: 1
Sprache: Deutsch, Deutsch

Adventure-Treff

Adventure Corner

Adventure Gamers

-Massive Spoiler-

Die Akte in der Einzelkritik

Akt 1

Sollte es Rätsel gegeben haben, dann habe ich sie übersehen. Lediglich ein paar Dinge waren merkwürdig:

1.) Die haben bei Interpol kein Geld für Stifte, sodass ich mir einen von zu Hause holen muss?
2.) Der Russe scheint sehr mächtig zu sein und kann nicht rausfinden, wo Max sich aufhält?
3.) Bei Unterschiede finden auf dem Bild wurde nicht angezeigt, ob meine Ergebnisse richtig / vollständig sind.

Insgesamt scheint es eher ein interaktiver Film als ein Adventure zu sein.

Die Einstellungen.


Fraps zerrt das Bild :-) . Vor dem Interpol-Hauptquartier.
Die texturen sind sehr gut gelungen, man beachte die Feinheit der Haare und des Pullovers.

Treffen mit Max im Park

Akt 2

Pro Akt scheint man ca. 15-20 Minuten zu brauchen.

Sieht man davon ab, dass es ziemlich unrealistisch scheint nach in der Eremitage rumzuschleichen, sind auch hier keine Rätsel erkennbar. Sehr negativ: Gerade als es spannend wurde, brach Akt 2 ab, ich hätte so gerne mehr erfahren. Die Frage bleibt: Was macht man, wenn man das Feuerzeug vorher nicht geklaut hat?

Das Flackern des Bildschirms wirkte sehr echt.

Nachts in der Eremitage




Finstere Getalten

Akt 3

5 Minuten Spielzeit; ein Gerät einstellen – fertig.

Akt 4-5

Die Geschichte nimmt langsam fahrt auf, wobei ich nicht verstehe, warum der Oberst Max keinen Glauben schenken möchte. Ungewöhnlich für das Spiel war der Fundort der Spraydose, da sonst immer alles direkt vor Ort zu finden ist, was man benötigt. Die Wendung über das Motiv des Mittäters ist überzeugend. Weniger überzeugend, bis regelgerecht lächerlich ist die Erzählstimme, die bemüht dramatisch klingt.
Positiv: Max überreicht tatsächlich einen Block, von der eine andere Person lesen kann; normal ist es, dass die Charaktere nur eine leere Hand reichen.

Positiv: Realistische Gesichter


Positiv: Unterschiedliche Kleidung an verschiedenen Tagen


Der Oberst


Emails werden immer mal wieder geschrieben



St. Petersburg abseits der Touristenpfade. Hier fand endlich mal statt, was ich sonst vermisste: Der Gang zu den einzelnen Orten.


So eine Bibilothek will ich auch. Sehr schön sieht an die Spiegelungen, die das ganze Spiel durchziehen.

Akt 7

Das Spiel wird langsam zu einer Beleidigung der Intelligenz. Gesucht wird *Die Büchse der Pandora*. Nachdem die Interpol – Datenbank nicht hergibt, wäre jeder andere für allgemeine Informationen ins Internet gegangen, aber das kann sich Interpol auch nicht leisten. In Akt I kann man sich das Buch *Griechische Klassiker* ansehen, und anstatt den Leser einmal knobeln zu lassen, wo er Infos herbekommen kann, wird man darauf verwiesen, dass Lara nach Hause und dann in den Museumspark muss. Klar, solche Ausflüge machen sich während der Arbeitszeit immer gut; über die Logik des anstehenden Portugal-Ausfluges sage ich diesbezüglich lieber nichts.

Dort gab es ziemlich abstruse Rätsel in der Wohnung, über die man direkt mal nachdenken müsste. Ansonsten repariert man Baumaschinen um im Anschluss in die Wohnung zu gelangen – vor der Reperatur hilft einem der Kollege bei Interpol nicht. Leider hat Fraps mal wieder gestreikt, sodass es keine Screenshots gibt.

Akt 13-14

Äergerlich, ärgerlich, ärgerlich – zwei Bugs, einmal im Keller, wenn man die Drähte nicht sofort richtig verbindet, kommt man nicht weiter, ebenso am Anfang von Kapitel 15, wenn man sich erdreistet, das Foto anzusehen. Mal sehen, wann ich wieder Lust habe, weiterzuspielen; so ein Reinfall nach zwei Wochen Pause…

Die Dietriche beim Einbruch nervten, da es reines Ausprobieren ist, sie zu benutzen und auch die Herstellung war schwach: Es wird eine gerade Unterfläche benötigt und statt die Stufen zu nehmen, die nebenan sind, muss es ein flacher Stein sein. Dann jammert Lara, sie dürfe auf keinen Fall Spuren hinterlassen und patscht voll auf die Türklinke – da fällt mir nichts mehr zu ein. Davor stand sie mitten in der Blutlache eines Opfers; als Interpol-Beamtin auch eher merkwürdig.

Handlungen werden in einem extra Fenster gezeigt.

Gleich tritt sie rein....

Akt 15

Den Bug, dass man nicht weiterspielen kann, wenn man sich das Foto ansieht erwähnte ich schon; zum Glück speichert das Spiel zu Beginn der Akte automatisch zwischen. Ansonsten habe ich gelernt, dass es *eine Sache von Minuten* ist, einen Pass zu fälschen und dass man dies auch mit Kreditkarte bezahlen kann. 🙄

Max und Andre. Ich bin sicher, dass mit Andre etwas nicht stimmt und der Herzanfall kein Zufall war.

Die Traumsequenzen sind schön - wenn nur der lächerliche Sprecher nicht wäre.

Max beim studieren der Unterlagen.

Alte Bekannte

Akt 16-17

Wieder eine Beleidigung der Intelligenz des Spielers – man kommt in einen Raum und bekommt gesagt:*Ich sollte das Tintenfass nutzen, um eine Nachricht zu hinterlassen*. Wozu spiele ich ein Adventure? Ansonsten: Kerzen brennen stundenlang (draußen), Geheimnachrichten im Spiegel werden von Max nicht abgewischt – wozu auch? Jedem, der ein wenig Erfahrung im Geschichtenerzählen hat, wird die Rolle von Max`Bruder deutlich vor dem Ende klar. Für alle anderen ist es sicher überraschend, von 7 möglichen Ende habe ich (bis auf das Lara nicht befördert wird), ein positives erwischt.

Hinflug

Ein Bespiel für die schönen Zwischensequenzen, hier beim Kloster.

Begrüßung

Ein alter Bekannter?

Das Gästezimmer

Moderne Technik

Geheime Nachrichten - unnötig, sie wegzuwischen.

Leider wird nie geklärt, was seine Sünde gewesen ist.

Die Kerzen brennen und brennen und brennen....

Die Dankbarkeit des Gastes,,,

Der Abt in Nahaufnahme

Nur eine Vision

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